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Es waren einmal zwei Cowgirls…


Hallo alle zusammen, tut uns leid, dass wir solange nichts von uns hören lassen haben, aber (hier nun die Ausrede) Internet im Australischen Outback ist immer ein wenig schwer zu finden.

ABER (das zweite aber) uns geht es sehr gut und hatten die letzten Wochen sehr viel Spaß…..Euch viel Spaß beim Lesen.


Der letzte Eintrag ist ja schon fast genau ein Monat her und seitdem ist einiges passiert. Der Grund warum wir nach Adelaide geflogen sind, war ja die Hochzeit einer sehr guten Freundin von uns, die am 10ten Januar stattgefunden hat. Sanne und ich waren Bratujungfern und haben unseren „Job“ sehr genossen. Wir halfen Maria (die Braut) am Tag der Hochzeit die Nerven zu behalten, sich auf das kommende Ereigniss zu freuen und darauf zu achten, dass ihr ellenlanger Schleier immer schick dahinschliff. Im großen und ganzen eine gelungene Hochzeit…Das Ehepaar war dann um halb fünf verschwunden…und wohin??? Hmmm….den Antritt ihrer Hochzeitsreise zu beginnnen. Nach der Hochzeit, sind Sanne und ich dann noch mit ein paar anderen jüngeren Leuten auf ein deutsches Schützenfest in Adelaide gegangen. Es gab sogar auch deutsches Bier, aber unglaublich teuer.

Die restlichen Tage, bis zu unserer Abreise nach Brisbane, wurden dann auf dem Zeltplatz in der Nähe von Adelaide dahin gegammelt…Und auch ein bisschen gefeiert. Maria hatte eine sehr gute Schulfreundin, die auch nach Adelaide zur Hochzeit kam…Pauline. Mit Pauline haben wir uns sehr gut verstanden und haben so einige lustige Sachen erlebt. Dienstag den 13ten Januar, waren wir mit Pauline bei einer älteren Freundin von Maria, die ein wunderschönes Haus am Strand und gleichzeitig am Hafen hatte. Dort waren wir für zwei Nächte eingeladen und haben es genossen mit dem Ehepaar segeln gehen zu können und die Delphine bewundern zu können, die auf einen Meter an einen ranschwammen. Freitag Abend den 16ten Januar, sind wir dann mal mit Pauline feiern gewesen, bis morgens um sieben, anschließend gings ein wenig tanzmüde zurück zum Zeltplatz, wo wir den „besten Schlaf“ aller Zeiten hatten, da rechts ein paar Gören blökten und links das Laubgebläse angemacht wurde. Naja, den Tag haben wir dann mehr oder weniger dösend oder sitzend im Schatten verbracht, da es auch unglaublich heiß war.

Endlich war es dann soweit. Sonntag der 18te Januar war der Tag an dem wir endlich nach Brisbane fliegen sollten. Ich war natürlich so dösbaddelig und hab erstmal das Kissen von meinem Freund am Flughafen vergessen und hab mich den ganzen Flug lang geärgert. In Brisbane selbst, hatten wir 7 Stunden Aufenthalt, bis der Zug um 6:30 uns in die Stadt brachte. Dort sollten wir dann mit einem Greyhound Bus Richtung Norden, da wir um 11:15 in Gympie sein sollten. Aber irgendwas geht immer schief. Anscheinend wurde unsere Buchung nicht richtig registriert und auf einmal standen wir da und hatten kein Ticket. Aber zum Glück konnten wir am Schalter noch eins kaufen und es waren auch noch Plätze frei. Puhhh, nochmal Glück gehabt. Erschöpft gings dann in den Bus und dann erstmal schlafen….Reisen ist schon ganz schön anstrengend.

Vier Stunden später sind wir in Gympie angekommen und wurden dann gleich von dem Bus abgeholt, der uns auf die Trainingsfarm bringen sollte. Nach ein paar Formalitäten und einem Kauf neuer Stiefel, gings dann mit einem großen Auto und 7 weiteren jungen Leuten auf Joe’s Farm. Der Abend verlief dann noch sehr ruhig und wir sind auch recht früh ins Bett, da es um sechs aus den Federn ging. Der erste Trainingstag bestand daraus, Rinder, mit Pferden, von der Weide in einen Stall zu treiben, wo sie dann durch eine Art Graben schwimmen müssen, der sie sozusagen gegen Zecken und Fliegen imprigniert. Diese Viecher machen das aber nicht so gerne und da muss man dann schonmal mit einem Elektroschocker nachhelfen. Einige Rinder mussten auch die Hörner geschintten bekommen. Das heißt, dass die Rinder in eine Art Zwinge kommen mit ihrem Kopf und dann auch nicht vor oder zurück können. Dann machen wir ganz in Ruhe unser Dind, ob das dann Hörner schneiden ist, oder castrieren und dann dürfen sie wieder frei. Es ist unglaublich wie laut solche Rinder sein können, wenn so viel auf einem Haufen sind. Nach einem anstrengendem und sehr schmutzigen Tag, gings dann zurück zu einem leckeren Abendessen. Der zweit Trainingstag fing damit an, das wir 15 Löcher aushebn sollten, damit wir neue Zaunpfähle „einpflanzen“ konnten. Da der Boden aber so ausgedörrt ist, muss man mit einer sogenannten „Crowbar“ alles locker hacken und dann mit der Schaufel alles rausschippen. Keine leichte Arbeit und einige Mädels haben Abends auch über Blasen and den Händen geklagt. Nachmittags haben wir dann gelernt, wie man mit einer Kettensäge umgehen kann und auch sogar ein paar Baumstämme zugeschnitzt. Am dritten Trainingstag waren wir wieder mit den Rindern beschäftigt, die diesmal nicht nur die Hörner gestutz bekommen sollten, sondern auch ein Branding bekamen. Rochh dann auch so zwischen durch nach verbrannter Haut. Hat aber viel Spaß gemacht, zu lernen was für Aufgaben ein Rinderfarmer hat. Am fünften Tag waren wir Traktor fahren, Motorrad fahren und haben ein paar Bastelarbeiten am Haus gemacht. Sanne und ich haben dann Abends unseren Rucksack gepackt, da es am nächsten Tag auf eine Farm gehen sollte, auf der wir die nächsten paar Monate arbeiten sollen. Samstag der 24te Januar, gings Richtung Norden. Nach knapp 9 Stunden

Busfahrt ind wir dann in Rockhampton angekommen, aber wir waren noch nicht am Ziel. Morgens um 6:30 gings nach Beloela, wo wir dann von Farmer Mick abgeholt worden sind. Micks Farm besteht aus 10.000 Hektar Land, 3.000 Rinder und 40 Rennpferden. Also genug zu tun. Wir haben am Sonntag den 25ten Januar angefangen und werden die nächsten 3-4 Monate hier auf dieser Farm verbringen. Hier ein kleiner Tagesablauf: um 5 Uhr morgens fängt die Arbeit damit an, die Pferde aus ihrem Paddock zu holen, sie zu putzen uns sie für 30 Minuten aufs Laufband zu stellen. Dann werden sie noch von Sanne oder mir im Trab oder Galopp bearbeitet, bis sie schwitzen, schließlich sollen sie am nächsten Tag auch Muskelkater haben und bei ihrem nächsten Rennen gewinnen. Dann werden die Pferde gefüttert, und auch die anderen Tiere (Milchkuh, Bullen und Stuten mit ihren Fohlen) werden gefüttert. Damit sind wir dann so gegen 8 Uhr fertig. Damm müssen wir essen für die Tiere kochen. Da werden 4 Eimer Gerste und viel Wasser in eine aufgeschnittene Tonne gefüllt, anschließend machen wir darunter ein Feuer und die Pferdeküche kocht. Nach ca. 4 Stunden ist das Gemisch zu einem Brei verkocht und wird dann wieder an die Tiere verfüttert. Damit sind wir so gegen 9 Uhr fertig und dann gibt es auch für uns Frühstück.. Da Mick und seine Frau grade ihre Farm renovieren, fallen für uns auch ein paar Schleif -und Spachtelarbeiten an. Manchmal helfen wir auch draußen mit, wo eine Terrasse entstehen soll. Gegen 13 Uhr gibts dann Mittagessen und da kann jeder essen was er will…von Sandwich bis Salat. Nach dem Essen gehts dann weiter mit Renovieren oder Grass schneiden oder oder oder. Um 17 Uhr sind die Pferde wieder mit füttern dran. Dafür brauchen wir meistens bis zu 2 Stunden, da wir nach dem Brei noch Heu füttern, aber die Pferde müssen den Brei erst aufessen. Dann müssen wir noch die Futtereimer auswaschen, alle Halfter einsammeln und für den nächsten Tag ein bisschen klar „Pferd“ machen! Endlich kommt dann die wohltuende Dusche. Es ist unglaublich wie gut diese Dusche tut, wenn man 12 Stunden am Stück arbeitet. Dann noch schnell Abendbrot, wo es fast immer Süsskartoffeln, Kürbis, Fleisch und Nudeln gibt (Da der Mann nichts anderes isst, kocht die Frau auch nix anderes und uns hängt es schon fast zum Halse raus). Aber, und das ist das wichtigste, wir haben Spaß (noch)!!!

Tja, und das wird jetzt ungefähr bis Mai gehen und dann kommen auch schon unsere allerliebsten Eltern zu Besuch und zwar am 14ten Juni um 8 Uhr landen die beiden in Brisbane am Flughafen und können es wahrscheinlich kaum abwarten ihre zwei alten (schon 24) Töchter in den Arm zu nehmen.

Ich hoffe das ihr viel Spaß beim Lesen hattet…und das nächste Mal hoffe ich ,dass wir euch nicht wieder so lange warten lassen werden mit einem neuen Eintrag von uns.

Wir wünschen euch einen guten Start in den Februar und Kopf hoch, es kommen auch wieder warme Tage


Ganz liebe Grüße, von far far away!!!

31.1.09 10:52
 


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