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Good old Germany!

Deutschland hat mich (Sanne) wieder, nach genau 9 Monaten und 25 Tagen in Australien. Aber jetzt erstmal zu den letzten Wochen, die ich noch Down Under verbringen durfte.
Wie ihr ja bereits von Silkes letztem Eintrag wisst, waren die 4 Wochen mit unseren Eltern der absolute Hammer - oder in Aussi Sprache - WICKED!
Am Tag der Abreise von Vati und zwei Tage bevor Mutti und ich unsere Reise nach Brisbane zum 4 wöchigen Segeltrip antreten sollten, erhielt ich eine sms: "Hallo Sanne, bitte lies deine e-mails, das Boot hat heute morgen Feuer gefangen!" Das fing dann ja schon mal sehr gut an. Es dauerte weitere 10h bis ich nun eigentlich wusste, was wirklich los war, und dass sich unsere Befürchtung bestätigt hatte: Der Segeltrip war im wahrsten Sinne ins Wasser gefallen. Nun hiess es, sich innerhalb der nächsten 24h auf etwas ganz Neues einzustellen, bzw. erstmal etwas zu organisieren. Nachdem Mutti und ich am Sonntag den 12. 07.09 3 einhalb Stunden in einem Reisebüro Däumchen gedreht haben, beschäftigten wir die arme Dame dort für genau andertalb Stunden, um unseren Wünschen gerecht zu werden - aber unser Trip war geplant.
Am nächsten Tag (Montag) gings los - 20h mit dem Bus von Darwin nach Alice Springs - definitiv eine Erfahrung für sich, aber der Hintern war trotzdem platt. In Alice Springs haben wir eine drei-tägige Tour zum Ayers Rock, den Olgas und dem Kings Canyon gebucht. Das hiess, drei Tage vor 6h aufstehen und bei fast minus Graden in kleinen mini Zelten schlafen - aber dafür unglaublich beeindruckende Naturszenen mitzuerleben und mit knapp 15 anderen Touris aus insgesamt 6 anderen Ländern gemeinsame Lagerfeuer und lustige Abende zu verbringen. Mit über 400 Fotos mehr auf der Kamera, vor allem vom Sonnenuntergang am Ayers Rock und neuen Erlebnissen gings für 2 weitere Nächte nach Alice Springs zurück, wo wir am Samstag Abend, den 18.07.09, an einem wunderschönen  Digeridoo Konzert teilhaben durften. Am Sonntag gings dann ab in den Gahn, ein Zug der von Norden nach Süden und Westen nach Osten verkehrt (und vice versa). Nach 22h Zugfahrt wurden wir freudig von Maria und Michael in Adelaide vom Bahnhof abgeholt. Trotz der leichten Erschöpfung (Mutti hatte aufgrund von einem zeitlich ungünstig getrunkenen Kaffee nur sehr wenig geschlafen) verbrachten wir den Nachmittag mit plaudern, Hochzeitsfotos und -video anschauen und kochten für unsere Gastgeber ein nettes Abendessen. Der Dienstag war, von Maria geplant, ausgefüllt mit unserem Besuch zum Wildlifepark mit Kathy und Alan, Marias Pateneltern - wo wir Kängeruhs gestreichelt und gefüttert haben, Koales auf den Arm nahmen und die Affen mit high 5 begrüßten. Danach gings mit den beiden zum Picknick in den Park und danach weiter zum (typisch) deutschen Dorf - nach Hahndorf. Mit vielen kleinen Fachwerkbauten, deutschen Cafe Namen und Souvenier Läden war Hahndorf nicht unbedingt typisch deutsch, aber trotzdem sehr hübsch. Nach einem kleinen Ausflug auf den 'Berg' von Adelaide mit der gesamten Übersicht auf die Stadt gings zurück zu dem traumhaften Haus von Kathy und Alan. Das Abendessen zusammen mit Maria und Michael war ausgesprochen lustig und wir waren beide froh doch nochmal nach Adelaide gefahren zu sein.
Mittwoch hiess es für Mutti und mich erstmal Abschied nehmen, da wir mit dem bereits am Laden nicht wirklich vertrauend aussehenden Wicked Camper unsere Tour nach Melbourne beginnen wollten. Knapp 600km später und ein paar gefühlten Litern Regen wurde es dunkel und wir mussten uns einen Campingplatz suchen. Keine so leichte Aufgabe, wenn die nächste größere Stadt einige Kilometer weit entfernt war. Der National Camping Platz im nächsten Ort sah zwar nicht sehr einladend und sehr nass und rutschig aus - aber besser als nichts, oder? Schon der Weg hinunter zu den Picknick Tischen war eher ne rutsch-partie als fahren, und der Weg wieder hoch war dementsprechend unmachbar. Wir kamen werder vor noch zurück - und das, wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen. In Australien sagt man dazu: "Up shit creek without a paddle!" In unserem Falle sogar - "without a boat!"
Ein paar hundert Meter die Straße hoch war jedoch ein Pub, und das war dann unser Ziel. Mutti meinte zwar, wir könnten ja hier unten schlafen und morgen dann Hilfe holen, allerdings war ich mir sicher das die Männer eher jetzt auf´n Bierchen da drinnen sitzen würden als morgen früh. Gesagt - getan...und wie vorhergesagt fanden wir auch gleich zwei Herrschaften, die sofort bereit waren uns aus dem Schlammassel zu helfen. Mit vereinten Kräften, den Pferdestärken eines 4 Rad Antriebs und vielen "come on(s)!" wurden wir wieder auf sicheren Asphalt gezogen. Mit 20$ für ein Bier für die Jungs kamen wir ja nochmal glimpflich davon. Der Parkplatz des Pubs musste dann eben als Übernachtungsmöglichkeit herhalten, auch wenn die Nacht bitterkalt war und Mutti und ich morgens das Gefühl hatten mit Pinguinen im Schlafsack zu liegen. Den kleine Heizlüfter, den uns Kathy und Alan mitgegeben hatten, konnten wir aufgrund des nichtvorhandenen Stroms nicht nutzen. Silke hörte sich unser kleines Abenteur am Telefon sehr interessiert an, war ja einiges gewöhnt von unserer Familie, aber Michael und Maria waren sehr besorgt um unser Wohlergehen. Also beschlossen wir ca. 2 Tage früher nach Melbourne zu fahren, mit der Tante von Michael zu bleiben und dann am Samstag Morgen mit Michaels Bruder Chris nach Horsham zu fahren um das Neugeborene von einem anderen Bruder von Michael zu beglückwünschen. Dort haben wir dann auch wieder Maria und Michael gesehen, Mutti hat die ganze Familie kennengelernt und einen australischen Gottesdienst am Sonntag miterlebt. Da wir nun früher in Melbourne waren, hatten Mutti und ich genug Zeit, die Stadt unsicher zu machen und shoppen zu gehen. Ein paar Kilo schwerer und einige Dollar weniger im Portemonnaie gings am Montag morgen weiter nach Sydney. Die eine Nacht Zwischenstopp am süd-östlichsten Punkt von Australien war wahrscheinlich die Nacht mit dem schönsten Ausblick auf eine Meeresbucht, und auch nicht ganz so kalt, da wir ja einen kleinen Heizlüfter hatten. Sonnenunter- und -aufgang waren so fantastisch, das wir am liebsten geblieben wären.
Am nächsten Tag, auf dem Weg nach Sydney, fuhren wir an wunderschönen Aussichtspunkten vorbei, die ich bereits auf dem Weg ins Surfcamp schon erlebt hatte und Mutti zeigen wollte. In Sydney verbrachten wir zwei Tage mit purem Sightseeing. Vom Darling Harbour über die Harbour Bridge, das Opera Haus, Town Hall, Antique Shopping Malls bis hin zum Manly Beach und dem berühmten Paddys Market haben wir uns die Füße wund gelaufen. Das Packen am Donnerstag Abend war leichter getan als gedacht und am Freitag morgen, dem 31.07.09 um 5Uhr war ich auf dem Weg zum Flughafen. Als das Flugzeug abhob, nieselte es leicht...sogar der Himmer war traurig, das ich abflog.
Die Übernachtung in Seoul war absolut 'wicked' - in einem 4 Sterne Hotel mit riesigem Einzelzimmer, Lounge, Badewanne und einem Doppelbett - in dem ich mir allerdings so ganz alleine etwas verloren vorkam.
In Deutschland gelandet, schien die Sonne...

Tja, das wars - 10 Monate sind um und ich bin wieder zurück - jetzt beginnt der Ernste Teil des Lebens. Erstmal Vorstellungesgespräche in Herne, Düsseldorf, Westerland, Heidelberg, Hamburg und Davos - also drückt mir die Daumen, mein Favorit is Düsseldorf.

Viel Spaß beim Lesen, Eure Sanne
Von nicht mehr so far, far away

2.8.09 22:45
 


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